Payback zu Miles & More: Der unterschätzte Meilen-Booster im Alltag
26. August 2026 · 16 Min. Lesezeit · Leonardo Rupprecht
Du stehst an der Edeka-Kasse, ziehst deine Payback-Karte durch — und hast vermutlich keine Ahnung, dass du gerade Flugmeilen gesammelt hast. So geht es den meisten. Payback wird in Deutschland vor allem als „ein paar Euro Rabatt im Jahr” wahrgenommen, dabei ist es einer der wenigen Wege, wie du ohne einen einzigen Flug ein ernstzunehmendes Miles-&-More-Konto aufbauen kannst. Im Vielfliegertreff, dem größten deutschsprachigen Meilenforum, gibt es allein zum Themenbereich Payback und DeutschlandCard fast 85.000 Beiträge — verstreut über hunderte Threads. Dieser Artikel sortiert das für dich: wie der Transfer funktioniert, wann er sich rechnet, wie du mit Coupons und der richtigen Karte das Mehrfache herausholst — und wann du deine Punkte besser ganz anders einlöst.
Kurz gesagt: Payback-Punkte lassen sich kostenlos im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln, ab 200 Punkten. Da ein Payback-Punkt bei Auszahlung fix 1 Cent wert ist, lohnt der Transfer immer dann, wenn du pro Meile mehr als 1 Cent Gegenwert herausholst — was bei geplanten Prämienflügen (vor allem Business Class) realistisch ist, bei ziellosem Sammeln aber nicht. Der größte Hebel sind nicht die Basispunkte, sondern Mehrfach-Coupons plus Transferbonus-Aktionen (zuletzt 25 % im Januar 2026).
Stand: August 2026. Partner, Punktraten, Coupon-Aktionen und Transferboni ändern sich laufend. Maßgeblich sind die aktuell geltenden Bedingungen von Payback und Miles & More.
Payback 2026: Die Grundmechanik in drei Minuten
Payback ist das größte deutsche Bonusprogramm: eine Karte (oder App), mit der du bei Partnerunternehmen Punkte sammelst. Die Standardrate liegt bei 1 Punkt pro 2 € Umsatz — das entspricht 0,5 % vom Einkaufswert, wenn man den Punkt mit seinem Auszahlungswert von 1 Cent ansetzt. Klingt unspektakulär, und wäre es auch, wenn es bei der Standardrate bliebe. Bleibt es aber nicht — dazu gleich mehr.
Die wichtigsten Partner (Stand: August 2026)
Seit Anfang 2025 hat sich die Partnerlandschaft deutlich verschoben: REWE und Penny sind seit Ende 2024 keine Payback-Partner mehr, dafür sind Edeka und Netto Marken-Discount seit Januar 2025 dabei — für die meisten Haushalte die mit Abstand wichtigste Alltagsquelle. Wenn du also noch mit dem Wissensstand „Payback = REWE” unterwegs bist: Das war einmal.
Die relevantesten Sammelstellen im Überblick:
| Partner | Bereich | Punktlogik |
|---|---|---|
| Edeka | Supermarkt | Standardrate, regelmäßig Mehrfach-Coupons |
| Netto Marken-Discount | Discounter | Standardrate, auch online, Coupons |
| dm | Drogerie | Standardrate, traditionell die höchsten Coupon-Multiplikatoren |
| Aral | Tanken | 1 Punkt pro 2 Liter Kraftstoff, Coupons auf Sprit und Shop |
| Fressnapf, Galeria u. a. | Handel | Standardrate plus Aktionen |
| Online-Partner | E-Commerce | Punkte nur bei Einstieg über payback.de bzw. die App (eCoupons) |
Wichtig bei Online-Shops: Punkte gibt es nur, wenn du den Einkauf über payback.de oder die Payback-App startest — auch bei großen Anbietern wie Amazon läuft das ausschließlich über den Payback-Einstieg, ein Direktbesuch der Shopseite bringt nichts. Die Partnerliste ändert sich laufend; laut Fachquellen soll ab Herbst 2026 etwa die Elektronikkette expert dazukommen (zum Zeitpunkt der Recherche noch nicht offiziell bestätigt).
Coupons: Hier entsteht der eigentliche Wert
Die Standardrate von 0,5 % ist nur der Sockel. Der eigentliche Motor sind Coupons: wöchentlich wechselnde Angebote in der Payback-App, die dir das 2-, 3-, 5-, 10- oder in Spitzenfällen 20-Fache der Punkte auf einen Einkauf oder eine Warengruppe geben. Entscheidend ist eine einzige Gewohnheit:
Coupons musst du vor dem Bezahlen in der App aktivieren. Nicht aktivierte Coupons verfallen wirkungslos — das ist der häufigste Anfängerfehler überhaupt.
Bei manchen Partnern (bekannt dafür ist dm) lassen sich Coupons sogar kombinieren: ein Multiplikator auf den Gesamteinkauf plus ein weiterer auf eine bestimmte Warengruppe. Wer seine Großeinkäufe auf Wochen mit starken Coupons legt, holt aus demselben Einkauf ein Vielfaches heraus. Welche Coupons du konkret bekommst, ist übrigens personalisiert und ändert sich wöchentlich — konkrete Multiplikatoren lassen sich deshalb nicht allgemeingültig zusagen.
Der Transfer zu Miles & More: So funktioniert er
Jetzt zum Kern des Artikels. Payback ist offizieller Partner von Miles & More, dem Vielfliegerprogramm der Lufthansa Group, und die Konditionen sind erfreulich klar (offizielle Partnerseite):
- Verhältnis: 1 Payback-Punkt = 1 Miles & More Prämienmeile
- Mindestmenge: 200 Punkte pro Umwandlung
- Maximum: 999.999 Punkte pro Transaktion
- Kosten: keine — der Transfer ist gebührenfrei
- Dauer: offiziell nicht beziffert; Fachquellen und Erfahrungsberichte nennen in der Regel bis zu drei Werktage, bei großen Beträgen vereinzelt länger
- Richtung: nur Payback → Miles & More. Einmal umgewandelte Punkte lassen sich nicht zurückholen.
Ein Detail, das viele übersehen: Es gibt auch ein Meilen-Abo. Damit wandelt Payback zweimal jährlich — im März und September — automatisch alle verfügbaren Punkte (ab 200) in Meilen um. Klingt bequem, hat aber einen Haken, der gleich wichtig wird.
Schritt für Schritt: Von der Anmeldung bis zur Meile
- Payback-Konto anlegen (kostenlos, payback.de oder App) und die Karte bzw. App bei jedem Einkauf bei Partnern vorzeigen — auch bei kleinen Beträgen, es kostet nichts.
- Miles-&-More-Konto anlegen, falls noch nicht vorhanden (kostenlos auf miles-and-more.com). Du brauchst die Servicekartennummer für den Transfer.
- Coupon-Routine aufbauen: Einmal pro Woche die Payback-App öffnen, relevante Coupons aktivieren, Einkäufe grob danach ausrichten. Das ist der Schritt mit dem größten Hebel.
- Punkte auflaufen lassen — nicht sofort transferieren. Warum, siehe Transferbonus unten.
- Transfer starten: Auf der Payback-Website oder in der App den Partner Miles & More aufrufen, „Punkte in Meilen umwandeln” wählen, Miles-&-More-Nummer hinterlegen, Punktemenge festlegen, bestätigen.
- Gutschrift prüfen: Nach wenigen Werktagen sollten die Meilen im Miles-&-More-Konto erscheinen — als reguläre Prämienmeilen, mit denen du Flüge, Upgrades und mehr buchen kannst.
Transferbonus: Der Termin, auf den du warten solltest
Ein- bis zweimal im Jahr gibt es Aktionen, bei denen Miles & More auf den Transfer zusätzliche Bonusmeilen gutschreibt. Die jüngere Historie laut Fachquellen (travel-insider.de, meilenoptimieren.com):
| Zeitraum | Bonus | Bedingungen (laut Aktionsberichten) |
|---|---|---|
| Dezember 2023 | 30 % | — |
| Juli 2024 | 30 % | — |
| Januar 2026 | 25 % | mind. 4.000 Punkte pro Transfer, max. 75.000 Bonusmeilen |
| Juli 2026 | 10 % | mind. 4.000 Punkte pro Transfer, max. 75.000 Bonusmeilen |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Der Bonus macht aus 10.000 Punkten mal eben 12.500 Meilen — kostenlos, nur durch Timing. Zweitens: Die Tendenz zeigt zuletzt eher nach unten (im Juli 2026 nur noch 10 %; laut meilenoptimieren.com hat Miles & More 2026 sogar per Umfrage getestet, wie niedrige Boni bei Kunden ankommen). Ob und in welcher Höhe künftige Aktionen kommen, ist offen — verlass dich also nicht fest auf 25 oder 30 %, aber transferiere größere Bestände möglichst nicht ohne irgendeinen Bonus. Zum Zeitpunkt der Recherche (August 2026) lief keine mir bekannte Aktion.
Daraus folgt auch die Einschränkung beim Meilen-Abo: Die automatischen Transfers im März und September nehmen laut Fachquellen an Bonusaktionen nicht teil und ignorieren deren Timing. Das Abo ist bequem und schützt nebenbei vor dem Payback-Punkteverfall — aber wer den maximalen Gegenwert will, transferiert manuell, wenn ein Bonus läuft.
Punkteverfall: Zwei Uhren laufen
Beim Thema Verfall musst du zwei Systeme auseinanderhalten:
- Payback: Punkte sind 36 Monate gültig und verfallen dann zum 30. September des jeweiligen Jahres. Ausnahme: Sobald zu deinem Konto eine Payback Visa oder Payback American Express gehört und du aktiv sammelst, verfallen Punkte nicht (die Ausnahme erlischt erst, wenn drei Jahre lang gar keine Punkte dazukommen).
- Miles & More: Prämienmeilen verfallen 36 Monate nach der Sammelaktivität zum Quartalsende — außer du hast einen Vielfliegerstatus (Frequent Traveller, Senator, HON Circle) oder eine Miles-&-More-Kreditkarte mit Verfallsschutz.
Praktische Konsequenz: Der Transfer startet die Uhr neu, aber er stoppt sie nicht. Wer ohne Status und ohne M&M-Kreditkarte transferiert, sollte eine grobe Idee haben, wofür er die Meilen innerhalb von rund drei Jahren einsetzen will. Meilen, die ungenutzt verfallen, sind der schlechteste aller Ausgänge — schlechter als jede Auszahlung.
Transferieren, auszahlen oder Prämien? Der ehrliche Vergleich
Payback-Punkte haben einen eingebauten Vergleichsmaßstab, den kaum ein anderes Programm bietet: Du kannst sie dir ab 200 Punkten mit 1 Cent pro Punkt aufs Girokonto auszahlen lassen. Auch im Prämienshop und beim Einlösen an der Kasse liegt der Gegenwert bei etwa 1 Cent pro Punkt, Spenden sind ebenfalls möglich.
Das macht die Rechnung angenehm einfach: Der Transfer zu Miles & More lohnt sich genau dann, wenn du pro Meile mehr als 1 Cent Gegenwert erzielst. Der Wert einer Meile ist keine feste Größe — er hängt davon ab, wie du einlöst (die Formel und typische Bandbreiten schlüsseln wir im Artikel zum Meilenwert auf). Als grobe Orientierung aus Community-Erfahrung und Fachquellen: Bei Economy-Prämienflügen und Sachprämien im WorldShop liegst du oft bei rund 1 Cent oder darunter, bei gut gewählten Langstrecken-Prämienflügen in Business Class sind 1,5 bis 2 Cent und mehr realistisch — das ist eine Erfahrungsbandbreite, keine garantierte Größe.
Mit Transferbonus verschiebt sich die Schwelle zusätzlich: Bei 25 % Bonus brauchst du statt 1 Cent nur noch 0,8 Cent pro Meile, damit der Transfer die Auszahlung schlägt.
Wenn-du-dann: Die Entscheidungstabelle
| Wenn du … | … dann |
|---|---|
| in den nächsten 1–3 Jahren einen konkreten Prämienflug (v. a. Business/Langstrecke) anpeilst | transferieren — idealerweise gesammelt während einer Bonusaktion |
| Meilen „irgendwann mal” nutzen willst, aber keinen Plan hast | warten oder auszahlen — ziellose Meilen verfallen gern ungenutzt |
| keinerlei Flugpläne hast oder das Geld brauchst | auszahlen — 1 Cent pro Punkt ist fair und garantiert |
| unter 200 Punkten liegst | weiter sammeln — darunter geht ohnehin nichts |
| kurz vor dem Payback-Punkteverfall stehst (30.09.) und fliegen willst | transferieren (verlängert effektiv um bis zu 3 Jahre) — sonst auszahlen |
| ohnehin bei Edeka/dm/Aral einkaufst und M&M-Kreditkarte oder Status hast | transferieren — dein Verfallsrisiko auf M&M-Seite ist abgesichert |
| Sachprämien aus dem Payback-Prämienshop im Blick hast | Preis in Punkten gegen Marktpreis rechnen — oft ist Auszahlen + selbst kaufen besser |
Der Turbo: Payback American Express
Wer es ernst meint, kombiniert die Payback-Karte mit der Payback American Express — einer dauerhaft gebührenfreien Kreditkarte, die 1 Payback-Punkt pro 3 € Umsatz bringt (aktuell mit bis zu 3.000 Punkten Willkommensbonus, Bedingungen beachten).
Der eigentliche Trick ist das doppelte Punkten: Bei Payback-Partnern zeigst du erst deine Payback-Karte (Standardrate plus aktivierte Coupons) und bezahlst dann mit der Payback Amex (nochmal 1 Punkt pro 3 €). Derselbe Einkauf zahlt also zweimal ein. Und außerhalb der Partnerwelt — im Restaurant, im Urlaub, im Online-Shop ohne Payback-Anbindung — sammelt die Karte trotzdem. Als Nebeneffekt schützt sie, wie oben beschrieben, deine Payback-Punkte vor dem Verfall.
Zur Einordnung: 1 Punkt pro 3 € entspricht rund 0,33 Cent pro Euro Basiswert — als reine Cashback-Karte ist das kein Überflieger. Ihr Wert entsteht im System: Verfallsschutz, Doppel-Punkten und die Meilenoption zusammen. Ob Amex an deinen üblichen Einkaufsorten akzeptiert wird, solltest du vorher realistisch einschätzen — die Akzeptanz ist in Deutschland besser geworden, aber nicht flächendeckend.
Für Fortgeschrittene: Membership Rewards → Payback → Miles & More
Wer eine „große” Amex mit Membership-Rewards-Programm hat (Gold, Platinum), kann MR-Punkte im Verhältnis 3:1 zu Payback übertragen — mindestens 900 MR-Punkte, Gutschrift laut Amex in etwa zwei Werktagen. Da Payback 1:1 zu Miles & More weiterreicht, ist das der faktische Amex-Weg zu Miles & More: effektiv 3 MR-Punkte = 1 Meile.
Klare Einordnung: 3:1 ist ein schwacher Kurs. Direkte Amex-Transferpartner bekommst du deutlich günstiger, weshalb MR-Punkte in der Regel woanders mehr wert sind (mehr dazu im Guide „Amex Membership Rewards: wohin transferieren?“). Sinnvoll ist der Umweg vor allem in zwei Fällen: wenn du gezielt einen Miles-&-More-Prämienflug vervollständigen musst und dir ein paar tausend Meilen fehlen — oder wenn ein hoher Payback-→-M&M-Transferbonus läuft und die effektive Rate dadurch erträglicher wird. Als Standardstrategie taugt er nicht.
Modellrechnung: Was ein Haushalt realistisch sammeln kann
Wie viel kommt bei konsequenter Nutzung eigentlich zusammen? Dazu eine Modellrechnung — ausdrücklich ein Beispiel mit angreifbaren Annahmen, kein Versprechen. Coupons sind personalisiert und schwanken; wir rechnen bewusst vorsichtig.
Annahmen für einen 3-Personen-Haushalt, der ohnehin bei Payback-Partnern einkauft:
| Quelle | Annahme | Punkte/Jahr |
|---|---|---|
| Edeka/Netto: 500 €/Monat = 6.000 €/Jahr | Basisrate + regelmäßig aktivierte Coupons, im Jahresmittel ca. 3-fach | ~9.000 |
| dm: 50 €/Monat = 600 €/Jahr | im Mittel ca. 5-fach (dm-typische Coupons) | ~1.500 |
| Aral: ~1.500 l/Jahr | 1 P/2 l, mit Coupons grob verdoppelt | ~1.500 |
| Online-Partner via App/eCoupons: 1.500 €/Jahr | im Mittel ca. 2-fach | ~1.500 |
| Payback Amex: 12.000 €/Jahr Kartenumsatz | 1 P/3 € | ~4.000 |
| Summe | ~17.500 |
Das sind rund 17.500 Meilen pro Jahr, ohne einen Meter zu fliegen — mit einem 25-%-Transferbonus knapp 22.000. Nach zwei bis drei Jahren liegt so ein Haushalt im Bereich eines innereuropäischen Business-Class-Prämienflugs oder eines ordentlichen Zuschusses zur Langstrecke. Ohne Coupon-Routine und ohne Amex schrumpft dieselbe Rechnung auf etwa 4.000–5.000 Punkte pro Jahr — der Unterschied ist fast ausschließlich Disziplin bei den Coupons. Und zur Ehrlichkeit gehört: Wer für Punkte Dinge kauft, die er sonst nicht gekauft hätte, hat nicht gespart, sondern draufgezahlt.
Drei Beispielprofile
Profil 1 — Lena, Single, kein Auto, fliegt selten: Sie kommt auf vielleicht 2.500–3.500 Punkte im Jahr aus Drogerie und Supermarkt. Ein Miles-&-More-Ziel ist nicht in Sicht, die Meilen würden ohne Kreditkartenschutz nach drei Jahren verfallen. Für Lena ist die Auszahlung (25–35 € im Jahr) oder das Einlösen beim Einkauf schlicht die bessere Wahl. Kein Drama — 1 Cent pro Punkt ist ein fairer Deal.
Profil 2 — Familie Aydin, 2 Erwachsene + 2 Kinder, Edeka-Stammkunden, Auto, alle zwei Jahre Fernreise: Mit Coupon-Routine und Payback Amex landet die Familie nahe an der Modellrechnung oben. Sie sammelt auf ein konkretes Ziel (Prämienflüge für die nächste Fernreise), transferiert einmal jährlich beim Transferbonus und hat über die Amex keinen Payback-Verfallsdruck. Klassischer Transfer-Gewinnerfall.
Profil 3 — Markus, Vielreisender mit Amex Platinum und Senator-Status: Für ihn ist Payback ein Nebenkriegsschauplatz mit klarer Funktion: Alltagspunkte laufen auf und wandern beim nächsten 25-%-Bonus zu Miles & More, wo sie dank Status nicht verfallen und Prämienbuchungen aufstocken. Seine MR-Punkte transferiert er dagegen nicht pauschal über den 3:1-Umweg — nur ausnahmsweise, wenn ihm konkret Meilen für eine Buchung fehlen.
Wann lohnt sich der Transfer NICHT?
So klar wie möglich, denn hier trennt sich der Ratgeber vom Werbeprospekt:
- Du hast kein Einlöseziel. Meilen sind kein Sparbuch. Ohne Plan drohen Verfall (36 Monate, Quartalsende) und Frust — die Auszahlung ist dann objektiv besser.
- Dein Meilenwert läge unter 1 Cent. Wer Meilen für Economy-Kurzstrecke zu schlechten Kursen, WorldShop-Sachprämien oder überteuerte „Meilen-Deals” einsetzt, bekommt oft weniger als den garantierten Auszahlungswert. Rechne vor dem Transfer eine konkrete Wunscheinlösung durch — nicht danach.
- Du bist knapp unter einer Bonus-Schwelle. Bei Aktionen galt zuletzt: mindestens 4.000 Punkte pro Transfer für den Bonus. Wer 3.000 Punkte hat, wartet besser noch einen Coupon-Zyklus.
- Du brauchst das Geld. 1 Cent pro Punkt sofort und sicher schlägt eine vage Meilenfantasie in drei Jahren. Punkt.
- Du willst maximale Flexibilität. Der Transfer ist unumkehrbar. Payback-Punkte kannst du jederzeit noch auszahlen, spenden oder einlösen — Meilen nicht.
- Kleinstbeträge im Meilen-Abo. Das Abo schiebt auch Mini-Bestände zweimal jährlich rüber, ohne Bonus. Bequem, aber selten optimal.
Und zur Abgrenzung, weil die Frage oft kommt: Die DeutschlandCard — das zweite große deutsche Bonusprogramm — war nie ein Weg zu Miles & More; einen Meilentransfer gab es dort nicht. Inzwischen ist das Thema ohnehin Geschichte: Nach dem Wechsel von Edeka und Netto zu Payback wird die DeutschlandCard eingestellt, laut übereinstimmenden Berichten spätestens zum 30. November 2026. Wer dort noch Punkte hat, sollte sie vor dem Ende einlösen — verfallene Punkte werden nicht ersetzt. Für die Meilenstrategie in Deutschland bleibt damit faktisch nur Payback.
Transparenz: PunkteRadar kann über einige Links Provisionen erhalten. Das beeinflusst nicht unsere Bewertung. Wir empfehlen Produkte oder Karten nur dann, wenn sie aus unserer Sicht zum jeweiligen Nutzerprofil passen. Wenn sich eine Option für dich nicht lohnt — wie hier die Auszahlung statt des Transfers für manche Profile — sagen wir das ebenfalls.
Fazit: Ein Booster, kein Selbstläufer
Payback ist die zugänglichste Meilenquelle, die es in Deutschland gibt: kein Mindestgehalt, keine Jahresgebühr, keine Bonität nötig — nur die Einkäufe, die du ohnehin machst, plus eine wöchentliche Coupon-Routine. Für Haushalte wie Familie Aydin, die auf ein konkretes Prämienziel sammeln und den Transferbonus abwarten, ist der Weg Payback → Miles & More ein echter Booster mit realistisch fünfstelliger Jahresausbeute. Für Profile wie Lena — wenig Umsatz bei Partnern, kein Flugziel — ist die schlichte Auszahlung die ehrlichere und bessere Wahl. Die eine Regel, die du mitnehmen solltest: Transferiere nie aus Prinzip, sondern immer gegen ein Ziel — und wenn möglich mit Bonus.
FAQ
Wie viele Payback-Punkte brauche ich für die Umwandlung in Meilen? Mindestens 200 Punkte pro Transfer, die Obergrenze liegt bei 999.999 Punkten pro Transaktion. Der Transfer ist kostenlos und läuft im Verhältnis 1:1.
Wie lange dauert der Transfer zu Miles & More? Offiziell nennt Payback keine feste Frist. Nach Fachquellen und Erfahrungsberichten sind die Meilen meist innerhalb von bis zu drei Werktagen gutgeschrieben; große Beträge können vereinzelt länger dauern.
Wann gibt es wieder einen Transferbonus? Das kündigt Payback nicht langfristig an. Historisch gab es ein- bis zweimal pro Jahr Aktionen zwischen 10 und 30 % — zuletzt 25 % im Januar 2026 und 10 % im Juli 2026, jeweils ab 4.000 Punkten pro Transfer. Eine Garantie für künftige Aktionen oder deren Höhe gibt es nicht.
Verfallen meine Meilen aus dem Payback-Transfer? Ja, wie alle Prämienmeilen: 36 Monate nach Gutschrift zum jeweiligen Quartalsende — außer du hast Frequent-Traveller-, Senator- oder HON-Status oder eine Miles-&-More-Kreditkarte mit Verfallsschutz.
Was ist besser: Punkte auszahlen lassen oder in Meilen umwandeln? Auszahlen bringt garantiert 1 Cent pro Punkt. Umwandeln lohnt nur, wenn deine geplante Meilen-Einlösung mehr als 1 Cent pro Meile wert ist — typischerweise bei Business-Class-Prämienflügen, selten bei Economy oder Sachprämien. Ohne konkretes Ziel: auszahlen.
Kann ich Meilen wieder zurück in Payback-Punkte tauschen? Nein. Der Transfer funktioniert nur in eine Richtung und ist unumkehrbar.
Lohnt sich die Payback Amex nur für den Meilen-Umweg? Sie ist dauerhaft gebührenfrei und bringt 1 Punkt pro 3 € Umsatz — als reines Cashback schwach, aber im Paket stark: doppelt punkten bei Partnern, Schutz vor Payback-Punkteverfall und ein Willkommensbonus von bis zu 3.000 Punkten. Wer Payback ernsthaft als Meilenquelle nutzt, profitiert; wer kaum bei Partnern einkauft, braucht sie nicht.
Kann ich DeutschlandCard-Punkte in Miles & More Meilen umwandeln? Nein, diese Option gab es nie — und die DeutschlandCard wird nach dem Partnerverlust an Payback ohnehin eingestellt (Berichten zufolge spätestens zum 30.11.2026). Löse dortige Restpunkte rechtzeitig ein.
Quellen
- Payback: Partnerseite Miles & More (Transferkonditionen, Meilen-Abo) —
- Payback: FAQ Punkteverfall —
- Payback Group: Pressemitteilung zu den Partnerwechseln 2025 (Edeka/Netto rein, REWE/Penny raus) —
- American Express: Payback American Express Karte (Konditionen) —
- American Express: Membership Rewards → Payback Punktetransfer (3:1) —
- Miles & More: Meilengültigkeit und Verfallsschutz —
- Reisetopia: Payback-Punkte zu Miles & More transferieren (Anleitung, Transferdauer) —
- meilenoptimieren.com: Transferbonus Payback → Miles & More (Aktionshistorie, Konditionen) —
- meilenoptimieren.com: Payback-Punkte auszahlen lassen (1 Cent/Punkt, Mindestmenge) —
- Travel-Insider: 25 % Transferbonus Januar 2026 (Bedingungen) —
- Meilenkönig: Payback-Partnerliste 2026 (Punktraten, Aral, Online-Partner) —
- Dealdoktor: DeutschlandCard-Einstellung (Enddatum, Punkteverfall) —
- Finanztip: Payback-Punkte auszahlen —
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